Thematischer Schwerpunkt

neuroDidactX

Talking Future Education

2022

Prof. Dr. Dr. Manfred Spitzer

Sprachenlernen, exekutive Funktionen und das Gehirn

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Abstract

Die Sprachentwicklung und die Entwicklung der exekutiven Funktionen sind zwar nicht identisch, aber eng miteinander verknüpft. Beide stellen wichtige Aspekte der Gehirnentwicklung dar, und vor deren Hintergrund können sie mittlerweile wesentlich besser verstanden werden als bei rein linguistischer oder kognitiv-psychologischer Betrachtung. Dies wird an Beispielen aus der neueren Literatur hierzu (etwa aus den vergangenen 5 Jahren) diskutiert.

Prof. Dr. Markus Kötter

Wörter aktiv vernetzen: Wortschatzaufbau in der Fremdsprache

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Abstract

Wer eine Fremdsprache (FS) beherrschen will, muss dafür nicht nur mehrere 1000 Wörter und Wendungen gelernt, sondern sie vor allem auch zwischenzeitlich nicht wieder vergessen haben. Dafür bedarf es einer regelmäßigen Auffrischung und Umwälzung des bereits Gelernten. In diesem Vortrag geht es darum, wie Wortwissen systematisch konsolidiert und fremder Wortschatz so möglichst effektiv vernetzt werden kann. Ein besonderes Augenmerk gilt dabei Praktiken, die auf mehrkanaliges Lernen setzen und/oder bei denen über simples Üben hinaus auch exekutive Funktionen eine Rolle spielen. Hierzu zählt neben der bewussten Kombination gestischer und/oder motorischer Verfahren mit der Verarbeitung von Sprache etwa der gezielte Rückgriff auf komplexere Vokabellernstrategien. Zur Sprache kommen werden aber auch neuere Untersuchungen zur Rolle formelhafter Wendungen im Aufbau eines fremdsprachlichen Wortschatzes sowie Erkenntnisse aus der Forschung zur sog. private speech, einem ursprünglich im Rahmen von Vygotskys socio-cultural theory (SCT) entwickelten Konstrukt, das mittlerweile aber weit darüber hinaus zum Beispiel auch im Rahmen der Erforschung von sog. verbal working memory (VWM) Berücksichtigung findet.

neuroDidactX

Talking Future Education

2021

Prof. Dr. Katharina Scheiter

Lehren und Lernen mit digitalem Multimediamaterial – 
eine Perspektivenerweiterung aus dem Labor in die Bildungspraxis

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Abstract

Die Verwendung multimedialen Lernmaterials ist ein charakteristisches Merkmal vieler digitaler Bildungsressourcen. Die Forschung zum Lernen mit Multimedia zeigt, dass dieses gegenüber einer monorepräsentationalen (nur Text) Vermittlung von Wissen in der Regel zu besseren Lernleistungen führt. Dabei wird der mentalen Integration von Informationen aus unterschiedlichen Repräsentationen eine zentrale Rolle zugeschrieben. Diese stellt jedoch für viele Lernende eine kognitive Herausforderung dar. Im Vortrag werden zunächst Ergebnisse von eher grundlagenorientierten Studien berichtet, die sich mit der Frage beschäftigen, was man unter Integration versteht, sowie Interventionsmaßnahmen, die sich mit der Förderung multimedialer Lernprozesse auseinandersetzen. Abschließend wird an einem Beispiel gezeigt, wie dieses und ähnliche Forschungsprogramme zu einer Optimierung der Bildungspraxis beitragen können. Dabei werden auch Fragen nach der Orchestrierung digitaler Medien im Unterricht sowie nach den dafür benötigten Kompetenzen von Lehrkräften adressiert.

Diese Veranstaltung wird unterstützt von: